Braucht ein Rückschnitt in Wandlitz eine Genehmigung?
Das hängt vom Umfang ab. Ein fachgerechter Pflegeschnitt ist genehmigungsfrei – ein starker Eingriff in die Krone dagegen nicht. Die Baumschutzsatzung der Gemeinde Wandlitz schützt Laubbäume sowie Kiefer und Lärche ab 60 cm Stammumfang, Eibe, Weißdorn und Eberesche bereits ab 30 cm – jeweils in 1,30 m Höhe und einschließlich des starken Rückschnitts.
Anträge laufen über die Gemeinde Wandlitz; Untere Naturschutzbehörde ist der Landkreis Barnim in Eberswalde. Wo die Grenze im Einzelfall verläuft, beurteilen wir vor der Arbeit – nicht danach.
Pflegeschnitt oder Eingriff – wo die Grenze verläuft
Die artbezogene Staffelung ist hier der Punkt: Eine Eberesche mit 35 cm Umfang ist erfasst, eine Birke mit 50 cm nicht. Wer nur die große Zahl kennt, liegt bei den kleinen Arten falsch – und genau die stehen oft als Zierbäume im Vorgarten.
Bei den Jahreszeiten ist die Lage für die Pflege günstiger als für die Fällung: Das Verbot vom 1. März bis 30. September (§ 39 Abs. 5 BNatSchG) betrifft das Roden und das Auf-den-Stock-Setzen – schonende Form- und Pflegeschnitte bleiben ausdrücklich zulässig. Die Grenze zieht der Artenschutz nach § 44 BNatSchG, und der gilt ganzjährig: Vor jedem Schnitt sehen wir nach, ob die Krone besetzt ist. Ist sie es, wird verschoben.
Wie wir in Wandlitz an die Krone kommen
Wandlitz umfasst neben dem namengebenden Ort unter anderem Basdorf, Klosterfelde, Lanke, Prenden, Schönerlinde und Stolzenhagen. Die Gemeinde liegt im Naturpark Barnim zwischen Seenkette und Endmoräne – hügeliger als das Havelland und mit deutlich mehr Buche im Bestand.
Hanglagen und Waldgrundstücke sind häufig. Wo der Hubsteiger keinen ebenen Stand findet, arbeiten wir kletternd.
- Seilklettertechnik – das Standardverfahren der Baumpflege. Der Kletterer erreicht jeden Punkt der Krone und beurteilt jeden Ast aus der Nähe, bevor er ihn abnimmt.
- Hubarbeitsbühne – wo eine ebene Aufstellfläche da ist und die Krone von außen erschlossen werden kann.
- Kronensicherung – ein elastisches Gurtsystem im oberen Kronendrittel, wenn ein Zwiesel oder ein Starkast zu halten ist, statt ihn zu entfernen.
Was in Wandlitz wächst – und was es braucht
Buche und Eiche auf der Endmoräne, Kiefer auf den Sanderflächen, Ufergehölze an Wandlitzsee, Liepnitzsee und Obersee. Buchen sind die anspruchsvollsten Bäume, die wir betreuen: Sie reagieren empfindlich auf jede Änderung ihrer Umgebung, bekommen Sonnenbrand an der glatten Rinde und verlieren nach einer Freistellung über Jahre Kronenteile. Bei ihnen gilt mehr als bei jeder anderen Art: wenig schneiden, viel beobachten.
Geschnitten wird nach ZTV-Baumpflege: am Astring, ohne Stummel, ohne Rindenverletzung. Kappungen und das sogenannte Auf-den-Kopf-Setzen machen wir nicht – sie nehmen dem Baum die Statik, treiben ihn zu schwachem Ersatzwuchs an und schaffen genau die Bruchgefahr, die sie beseitigen sollten.
So läuft die Baumpflege in Wandlitz ab
- 1Kostenloser Vor-Ort-Termin
Wir beurteilen Stammfuß, Wurzelanläufe, Kronenaufbau und Totholzanteil – und sagen, welche Maßnahme der Baum wirklich braucht.
- 2Maßnahme und Zeitpunkt festlegen
Kronenpflege, Totholzentnahme, Einkürzung oder Sicherung. Dazu der passende Termin im Jahr, abgestimmt auf Art und Zustand.
- 3Festpreisangebot
Ein klarer Preis je Baum. Was sich erst in der Krone zeigt, besprechen wir, bevor wir es machen.
- 4Ausführung und Dokumentation
Schnitt nach ZTV-Baumpflege, Schnittgut abgefahren, auf Wunsch Befund und Maßnahme schriftlich für Ihre Unterlagen.
Was kostet das?
Der Preis hängt an Kronengröße, Zustand und Zugang, nicht am Ort. Ein Baum, der seit zwanzig Jahren nicht angefasst wurde, kostet mehr als einer in regelmäßiger Pflege – und genau deshalb lohnt sich der Rhythmus. Die Preisübersicht steht auf der Leistungsseite Baumpflege.
Häufige Fragen zur Baumpflege in Wandlitz
Meine Eberesche hat nur 40 cm Umfang. Ist sie geschützt?
Nach der Wandlitzer Satzung ja – Eibe, Weißdorn und Eberesche sind bereits ab 30 cm erfasst, nicht erst ab 60 cm wie Laubbäume, Kiefer und Lärche.
Unsere Buche verliert seit Jahren Äste.
Buchen zeigen Schäden spät und dann massiv. Dahinter steckt häufig ein Pilz im Wurzel- oder Stammfußbereich. Bevor in der Krone gearbeitet wird, gehört der Stammfuß genau angesehen – das ist der klassische Fall für eine eingehende Untersuchung.
Liegt mein Grundstück im Naturpark?
Große Teile der Gemeinde liegen im Naturpark Barnim. Das kann zusätzliche Auflagen auslösen, besonders in Schutzgebieten und an den Seeufern. Wir klären es mit der Unteren Naturschutzbehörde.
Auch in der Nachbarschaft
Was einen Baum braucht, entscheidet sein Standort. Baumpflege in den Nachbarorten: