Braucht ein Rückschnitt in Berlin-Frohnau eine Genehmigung?
Das hängt vom Umfang ab. Ein fachgerechter Pflegeschnitt ist genehmigungsfrei – ein starker Eingriff in die Krone dagegen nicht. Die Berliner Baumschutzverordnung schützt Laubbäume und die Waldkiefer ab 80 cm Stammumfang in 1,30 m Höhe; sie erfasst ausdrücklich nicht nur die Fällung, sondern auch den erheblichen Eingriff in die Krone.
Zuständig ist das Umwelt- und Naturschutzamt des Bezirksamts Reinickendorf. Wo die Grenze im Einzelfall verläuft, beurteilen wir vor der Arbeit – nicht danach.
Pflegeschnitt oder Eingriff – wo die Grenze verläuft
Der Frohnauer Bestand geht größtenteils auf die Gründung der Gartenstadt um 1910 zurück und liegt weit über der Schwelle. Ein Bestand dieses Alters braucht Pflege im Rhythmus, nicht im Notfall.
Bei den Jahreszeiten ist die Lage für die Pflege günstiger als für die Fällung: Das Verbot vom 1. März bis 30. September (§ 39 Abs. 5 BNatSchG) betrifft das Roden und das Auf-den-Stock-Setzen – schonende Form- und Pflegeschnitte bleiben ausdrücklich zulässig. Die Grenze zieht der Artenschutz nach § 44 BNatSchG, und der gilt ganzjährig: Vor jedem Schnitt sehen wir nach, ob die Krone besetzt ist. Ist sie es, wird verschoben.
Wie wir in Berlin-Frohnau an die Krone kommen
Frohnau ist 1910 als Gartenstadt angelegt worden, mit geschwungenem Straßennetz, großen Parzellen und einem Baumbestand, der von Anfang an Teil des Entwurfs war. Das Gelände ist hügeliger als der Berliner Durchschnitt.
Die großzügigen Grundstücke der Gartenstadt sind meist gut anfahrbar. Enger wird es in den später nachverdichteten Bereichen – dort arbeiten wir kletternd.
- Seilklettertechnik – das Standardverfahren der Baumpflege. Der Kletterer erreicht jeden Punkt der Krone und beurteilt jeden Ast aus der Nähe, bevor er ihn abnimmt.
- Hubarbeitsbühne – wo eine ebene Aufstellfläche da ist und die Krone von außen erschlossen werden kann.
- Kronensicherung – ein elastisches Gurtsystem im oberen Kronendrittel, wenn ein Zwiesel oder ein Starkast zu halten ist, statt ihn zu entfernen.
Was in Berlin-Frohnau wächst – und was es braucht
Kiefer und Eiche aus der Zeit vor der Bebauung, dazu die gepflanzten Alleebäume der Gründungszeit – Linde, Ahorn, Rosskastanie. Die Kastanien sind das Dauerthema: Die Miniermotte entlaubt sie ab Juli, was unschön, aber selten bedrohlich ist. Ernst wird es, wenn am Stammfuß dunkle Flüsse austreten – das deutet auf Pseudomonas hin, und das ist ein Stammfußproblem, kein Blattproblem. Zwei Befunde, zwei völlig verschiedene Konsequenzen.
Geschnitten wird nach ZTV-Baumpflege: am Astring, ohne Stummel, ohne Rindenverletzung. Kappungen und das sogenannte Auf-den-Kopf-Setzen machen wir nicht – sie nehmen dem Baum die Statik, treiben ihn zu schwachem Ersatzwuchs an und schaffen genau die Bruchgefahr, die sie beseitigen sollten.
So läuft die Baumpflege in Berlin-Frohnau ab
- 1Kostenloser Vor-Ort-Termin
Wir beurteilen Stammfuß, Wurzelanläufe, Kronenaufbau und Totholzanteil – und sagen, welche Maßnahme der Baum wirklich braucht.
- 2Maßnahme und Zeitpunkt festlegen
Kronenpflege, Totholzentnahme, Einkürzung oder Sicherung. Dazu der passende Termin im Jahr, abgestimmt auf Art und Zustand.
- 3Festpreisangebot
Ein klarer Preis je Baum. Was sich erst in der Krone zeigt, besprechen wir, bevor wir es machen.
- 4Ausführung und Dokumentation
Schnitt nach ZTV-Baumpflege, Schnittgut abgefahren, auf Wunsch Befund und Maßnahme schriftlich für Ihre Unterlagen.
Was kostet das?
Der Preis hängt an Kronengröße, Zustand und Zugang, nicht am Ort. Ein Baum, der seit zwanzig Jahren nicht angefasst wurde, kostet mehr als einer in regelmäßiger Pflege – und genau deshalb lohnt sich der Rhythmus. Die Preisübersicht steht auf der Leistungsseite Baumpflege.
Häufige Fragen zur Baumpflege in Berlin-Frohnau
Unsere Rosskastanie ist im Juli schon braun.
Das ist typischerweise die Kastanienminiermotte. Sie schwächt den Baum über die Jahre, bringt ihn aber selten um. Laub aufnehmen und entsorgen hilft, weil die Puppen darin überwintern. Gefährlich wird es bei dunklen Flüssen am Stamm – dann sehen wir uns den Stammfuß genauer an.
Wie oft sollte so ein Altbestand kontrolliert werden?
Bei Bäumen über Wegen, Zufahrten und Sitzplätzen mindestens einmal jährlich, sinnvoll einmal belaubt und einmal unbelaubt – der Blick ändert sich erheblich. Wir dokumentieren den Befund, damit Sie ihn im Schadensfall vorlegen können.
Können Sie mehrere Bäume an einem Tag machen?
Auf einem Grundstück in der Regel ja, und das ist meist günstiger als Einzeltermine, weil An- und Abfahrt sowie Sicherungsaufbau nur einmal anfallen.
Auch in der Nachbarschaft
Was einen Baum braucht, entscheidet sein Standort. Baumpflege in den Nachbarorten: