Kusche & Dremel — Baum in Form 03322 4222383
Ratgeber · Kosten

Was kostet eine
Baumfällung?

Nicht die Höhe des Baumes entscheidet, sondern was um ihn herum steht. Hier stehen unsere Richtwerte — und die Posten, die in auffällig günstigen Angeboten fehlen.

Die kurze Antwort

Für einen Standardbaum bis 120 cm Stammumfang beginnen unsere Preise bei 830 Euro inklusive Mehrwertsteuer. Ein Großbaum zwischen 180 und 300 cm Umfang liegt zwischen 2.200 und 3.700 Euro. Die Spanne ist deshalb so breit, weil nicht der Baum den Preis macht, sondern seine Lage: Fallraum, Zufahrt und das, was darunter steht.

Die folgende Tabelle ist unsere Preisliste für unser Einsatzgebiet — Falkensee, das Havelland, Berlin und Potsdam —, nicht ein Branchendurchschnitt. Verbindlich wird sie mit dem Angebot nach dem kostenlosen Vor-Ort-Termin.

Unsere Richtwerte

SituationRichtwert (inkl. MwSt)
Standardbaum, Stammumfang bis 120 cm (Ø ~38 cm)ab 830 €
Mittlerer Baum, Umfang 120–180 cm1.400 – 1.600 €
Großbaum, Umfang 180–300 cm2.200 – 3.700 €
Sehr großer Baum, Umfang über 300 cm4.400 – 5.500 €
Seilklettertechnik in beengter Lageca. +10 %
Stubbenfräsen · Abfuhr Schnittgut7–10 €/cm Ø · ~91 €/m³

Preise inklusive 19 % Mehrwertsteuer, Stammumfang gemessen in einem Meter Höhe. Sehr kleine Bäume und kombinierte Einsätze rechnen wir nach Aufwand ab, ab rund 115 Euro je Stunde inklusive Mehrwertsteuer.

Was den Preis wirklich treibt

Fünf Dinge entscheiden, und nur das erste steht am Baum selbst. Zwischen einem Reihenhausgarten in Berlin-Zehlendorf und einem offenen Grundstück im Havelland liegen bei gleichem Baum schnell tausend Euro — nicht wegen der Adresse, sondern wegen dem, was drumherum steht:

  • Der Stammumfang. Er bestimmt die Masse, die bewegt und abgefahren werden muss. Deshalb rechnen wir danach und nicht nach Metern Höhe.
  • Der Fallraum. Steht der Baum frei, fällt er in einem Zug. Steht er zwischen Haus, Leitung und Gewächshaus, wird er in Stücken abgetragen und jedes Teil kontrolliert abgeseilt. Das ist derselbe Baum und ein mehrfacher Aufwand.
  • Die Zufahrt. Was mit dem Hubsteiger erreichbar ist, geht schnell. Hinter dem Haus, über eine schmale Gasse oder auf einem Hanggrundstück wird geklettert und von Hand getragen.
  • Die Entsorgung. Schnittgut macht Volumen. Wer Holz und Hackschnitzel behalten kann oder will, spart diesen Posten ganz oder teilweise.
  • Der Zustand des Baumes. Ein morscher oder windgebrochener Stamm ist nicht mehr kletterbar und verlangt Kran oder Hubsteiger — Sicherheitstechnik, die im gesunden Baum nicht nötig wäre.

Die Posten, die in günstigen Angeboten fehlen

Wenn zwei Angebote weit auseinanderliegen, liegt es selten am Stundensatz. Meistens enthält das eine weniger als das andere. Diese fünf Punkte lohnt es sich, ausdrücklich abzufragen:

  • Der Stubben. Das Fräsen rechnen wir mit 7 bis 10 Euro je Zentimeter Durchmesser gesondert ab. Bleibt er stehen, steht er Jahre.
  • Die Abfuhr. Schnittgut abzufahren kostet rund 91 Euro je Kubikmeter. Ein Angebot „ohne Entsorgung" lässt Ihnen einen Haufen im Garten.
  • Die Genehmigung. Ob eine nötig ist, hängt an der kommunalen Satzung — und die Schwellen gehen in der Region weit auseinander. Der Überblick über die Baumschutzsatzungen zeigt, was wo gilt.
  • Die Ersatzpflanzung. Fast jeder Bescheid bringt eine Auflage mit, und sie ist oft der größere Posten als die Gebühr. Was dabei auf Sie zukommt, steht im Ratgeber zu Ersatzpflanzung und Ausgleichsabgabe.
  • Die Absicherung. Halteverbotszone, Absperrung, Verkehrssicherung an der Straße — bei Bäumen am öffentlichen Raum gehört das dazu.

Warum „pro Meter" kein sinnvoller Preis ist

Im Netz kursieren Preise je Meter Baumhöhe. Sie klingen vergleichbar und sind es nicht. Die Höhe sagt nichts über den Aufwand: Ein zwanzig Meter hoher Baum auf freier Fläche ist in zwei Stunden erledigt, derselbe Baum über einem Wintergarten beschäftigt ein Team einen halben Tag. Wer nach Metern rechnet, muss den Unterschied irgendwo wieder hereinholen — in der Regel über Nachträge.

Wie man zwei Angebote vergleicht

Vergleichbar werden Angebote erst, wenn beide dieselben Fragen beantworten. Fünf gehören hinein:

  • Ist der Stubben enthalten — und bis zu welcher Tiefe?
  • Ist die Abfuhr des Schnittguts enthalten, oder bleibt es liegen?
  • Wer stellt den Antrag bei der Behörde, und wer zahlt die Gebühr?
  • Ist die Ersatzpflanzung eingerechnet oder kommt sie später dazu?
  • Besteht eine Betriebshaftpflicht, und arbeitet ein geprüfter Kletterer am Seil?

Der letzte Punkt ist kein Formalismus. Eine Fällung am Seil über fremder Bebauung ist eine Arbeit, bei der ein Fehler teuer wird — und die Haftung dafür liegt nicht bei Ihnen, wenn der Betrieb versichert ist.

Wo sich wirklich sparen lässt

Drei Dinge wirken, der Rest ist Preisdrückerei an der falschen Stelle:

  • Mehrere Bäume in einem Einsatz. An- und Abfahrt, Absicherung und Technik fallen einmal an statt dreimal. Das ist der größte Hebel überhaupt.
  • Holz und Hackschnitzel behalten. Wer Brennholz brauchen kann und Platz hat, spart den Entsorgungsanteil.
  • Früh planen. Genehmigte Fällungen sind in vielen Satzungen ohnehin auf das Winterhalbjahr gelegt; wer im Herbst anfragt statt im Februar, hat die freiere Terminwahl. Welche Fristen gelten, steht im Ratgeber zu den Fällzeiten.

Was sich dagegen selten lohnt: die Fällung selbst in die Hand zu nehmen. Ein Baum, der nicht dorthin fällt, wo er soll, kostet mehr als jedes Angebot.

Was wir übernehmen

Wir kommen kostenlos vorbei, sehen uns Fallraum, Zufahrt und Baumzustand an und schreiben ein Festpreisangebot, in dem Stubben, Abfuhr und Absicherung benannt sind — auch dann, wenn sie nicht gewünscht sind. Ist eine Genehmigung nötig, übernehmen wir den Antrag; wie das Verfahren läuft, steht im Ratgeber zur Fällgenehmigung.

Häufige Fragen

Was kostet eine Baumfällung ungefähr?

Für einen Standardbaum mit bis zu 120 cm Stammumfang beginnt unsere Preisspanne bei 830 Euro inklusive Mehrwertsteuer. Ein Großbaum zwischen 180 und 300 cm Umfang liegt zwischen 2.200 und 3.700 Euro. Die Spanne ist breit, weil nicht der Baum allein den Preis macht, sondern die Lage: derselbe Baum im freien Garten und derselbe Baum zwischen Haus, Leitung und Gewächshaus sind zwei verschiedene Aufträge.

Warum rechnen Sie nicht pro Meter Baumhöhe?

Weil die Höhe der am wenigsten aussagekräftige Wert ist. Ein zwanzig Meter hoher Baum auf freier Fläche fällt in einem Stück und ist in zwei Stunden erledigt. Derselbe Baum über einem Wintergarten wird Stück für Stück abgetragen und abgeseilt — gleicher Baum, mehrfacher Aufwand. Wir rechnen deshalb nach Stammumfang und Situation.

Ist der Stubben im Preis enthalten?

Nein, das Fräsen rechnen wir gesondert ab: 7 bis 10 Euro je Zentimeter Stubbendurchmesser. Das ist der Posten, der in günstigen Angeboten am häufigsten fehlt. Fragen Sie ausdrücklich danach, wenn Sie Angebote vergleichen — sonst vergleichen Sie zwei verschiedene Leistungen.

Wird es im Winter günstiger?

Der Preis für die Arbeit nicht. Aber das Zeitfenster ist ein anderes: Genehmigte Fällungen schreiben viele Satzungen ohnehin für das Winterhalbjahr vor, und zwischen Oktober und Februar ist die Terminlage entspannter als im Frühjahr, wenn alle gleichzeitig anfragen. Wer früh plant, bekommt den besseren Termin, nicht den besseren Preis.

Was kostet die Genehmigung?

Die Verwaltungsgebühr der Behörde ist meist der kleinste Posten. Teurer wird die Auflage, die mit dem Bescheid kommt: In Potsdam ist ein Ersatzbaum pro angefangene 30 cm Stammumfang zu pflanzen, ein Baum mit 90 cm Umfang kostet also drei Neupflanzungen. Rechnen Sie die Ersatzpflanzung von Anfang an mit ein.

Können Sie einen Festpreis nennen?

Ja — nach dem Vor-Ort-Termin. Vorher wäre jede Zahl geraten, weil wir die Dinge, die den Preis machen, am Telefon nicht sehen: Fallraum, Zufahrt, Tragfähigkeit des Bodens, Nachbarbebauung, Zustand des Baumes. Der Termin ist kostenlos, und was danach im Angebot steht, gilt.

Festpreis statt Schätzung

Wir sehen uns den Baum an und schreiben ein Angebot, in dem alles benannt ist — Stubben, Abfuhr, Absicherung und der Antrag, falls einer nötig ist.