Braucht ein Rückschnitt in Berlin-Kladow eine Genehmigung?
Das hängt vom Umfang ab. Ein fachgerechter Pflegeschnitt ist genehmigungsfrei – ein starker Eingriff in die Krone dagegen nicht. Die Berliner Baumschutzverordnung schützt Laubbäume und die Waldkiefer ab 80 cm Stammumfang in 1,30 m Höhe; sie erfasst ausdrücklich nicht nur die Fällung, sondern auch den erheblichen Eingriff in die Krone.
Zuständig ist das Umwelt- und Naturschutzamt des Bezirksamts Spandau. Wo die Grenze im Einzelfall verläuft, beurteilen wir vor der Arbeit – nicht danach.
Pflegeschnitt oder Eingriff – wo die Grenze verläuft
Der Kladower Altbestand stammt vielfach noch aus der Zeit vor der Bebauung und liegt weit über der Schwelle. Entscheidender als die Zahl ist hier die Hanglage.
Bei den Jahreszeiten ist die Lage für die Pflege günstiger als für die Fällung: Das Verbot vom 1. März bis 30. September (§ 39 Abs. 5 BNatSchG) betrifft das Roden und das Auf-den-Stock-Setzen – schonende Form- und Pflegeschnitte bleiben ausdrücklich zulässig. Die Grenze zieht der Artenschutz nach § 44 BNatSchG, und der gilt ganzjährig: Vor jedem Schnitt sehen wir nach, ob die Krone besetzt ist. Ist sie es, wird verschoben.
Wie wir in Berlin-Kladow an die Krone kommen
Kladow liegt am Westufer der Havel gegenüber Wannsee, mit altem Dorfkern, Villengrundstücken am Wasser und Siedlungsbereichen dahinter. Das Steilufer ist die Besonderheit: Grundstücke, die zum Wasser hin stark abfallen, manchmal nur über Treppen erschlossen.
Am Steilufer ist mit Gerät wenig zu machen. Wir arbeiten in Seilklettertechnik und bringen das Schnittgut über mehrere Zwischenstationen bis zur Straße.
- Seilklettertechnik – das Standardverfahren der Baumpflege. Der Kletterer erreicht jeden Punkt der Krone und beurteilt jeden Ast aus der Nähe, bevor er ihn abnimmt.
- Hubarbeitsbühne – wo eine ebene Aufstellfläche da ist und die Krone von außen erschlossen werden kann.
- Kronensicherung – ein elastisches Gurtsystem im oberen Kronendrittel, wenn ein Zwiesel oder ein Starkast zu halten ist, statt ihn zu entfernen.
Was in Berlin-Kladow wächst – und was es braucht
Am Hang zur Havel alte Eichen und Buchen, auf den Sandflächen Kiefer, am Ufer Erle und Weide. Hanglagen bedeuten einseitige Wurzelentwicklung: Die bergseitige Verankerung trägt die Hauptlast, und genau die ist von oben nicht zu sehen. Deshalb gehört bei Hangbäumen die Beurteilung des Wurzelbereichs zur Pflege dazu – eine schöne Krone sagt über die Standsicherheit am Hang wenig aus.
Geschnitten wird nach ZTV-Baumpflege: am Astring, ohne Stummel, ohne Rindenverletzung. Kappungen und das sogenannte Auf-den-Kopf-Setzen machen wir nicht – sie nehmen dem Baum die Statik, treiben ihn zu schwachem Ersatzwuchs an und schaffen genau die Bruchgefahr, die sie beseitigen sollten.
So läuft die Baumpflege in Berlin-Kladow ab
- 1Kostenloser Vor-Ort-Termin
Wir beurteilen Stammfuß, Wurzelanläufe, Kronenaufbau und Totholzanteil – und sagen, welche Maßnahme der Baum wirklich braucht.
- 2Maßnahme und Zeitpunkt festlegen
Kronenpflege, Totholzentnahme, Einkürzung oder Sicherung. Dazu der passende Termin im Jahr, abgestimmt auf Art und Zustand.
- 3Festpreisangebot
Ein klarer Preis je Baum. Was sich erst in der Krone zeigt, besprechen wir, bevor wir es machen.
- 4Ausführung und Dokumentation
Schnitt nach ZTV-Baumpflege, Schnittgut abgefahren, auf Wunsch Befund und Maßnahme schriftlich für Ihre Unterlagen.
Was kostet das?
Der Preis hängt an Kronengröße, Zustand und Zugang, nicht am Ort. Ein Baum, der seit zwanzig Jahren nicht angefasst wurde, kostet mehr als einer in regelmäßiger Pflege – und genau deshalb lohnt sich der Rhythmus. Die Preisübersicht steht auf der Leistungsseite Baumpflege.
Häufige Fragen zur Baumpflege in Berlin-Kladow
Unser Grundstück fällt steil zur Havel ab. Geht das?
Ja. Seilklettertechnik braucht keine ebene Aufstellfläche, nur einen tragfähigen Baum und einen durchdachten Plan für das Schnittgut. Beides sehen wir uns vorher an.
Worauf achten Sie bei Bäumen am Hang besonders?
Auf den bergseitigen Wurzelanlauf. Dort entscheidet sich die Standsicherheit, und dort sieht man Schäden am wenigsten. Erosion, freigespülte Wurzeln und Fäule am Stammfuß wiegen am Hang schwerer als in der Ebene.
Gibt es am Ufer zusätzliche Auflagen?
Möglich. Teile der Havelhänge liegen in Landschaftsschutzgebieten, und Ufergehölze haben eigene Regeln. Wir klären das mit dem Bezirksamt Spandau, bevor wir arbeiten.
Auch in der Nachbarschaft
Was einen Baum braucht, entscheidet sein Standort. Baumpflege in den Nachbarorten: